Gäääääähhhhn

Irgendwo habe ich gelesen, die Kindheitsjahre kämen einem deshalb so lange vor, weil das Gehirn ständig neue Eindrücke sammelt. Je älter man wird, desto weniger Unbekannt ist einem die Welt und die Zeit scheint immer schneller zu vergehen.

Nun ist die Geburt unseres dritten Kindes schon fast 6 Wochen her. Die Zeit verging wie im Flug und ein paar Dinge kehren immer wieder zurück. So scheint klein Ottilie von ihrer Konstitution ein Ebenbild ihrer großen Schwester zu sein. Sie hat haargenau das gleiche Geburtsgewicht, sie waren beide gleich groß und auch die Blutgruppe ist identisch. Das ist irgendwie lustig…was weniger toll ist, dass die Kleine auch genauso viel spuckt. Und ich bin überzeugt, hätten wir genauso wenig Erfahrung wie beim kleenen Froillein, würde sie auch genauso viel schreien.

Nachts ist sie auch sehr unruhig. Sie schläft nur, wenn sie sehr dicht -fast Nase an Bauch- an mir dran liegt. Sobald ich mich bewege, wird sie wach und muss nuckeln. Natürlich nicht an einem Schnuller, meine Brust muss herhalten. Auch das dritte Kind verweigert wehement einen Nuckel. Wenn ich es schaffe, mich trotz kribbelnder Hände, schmerzender Hüfte und abgeknickter Halswirbelsäule nicht zu bewegen, komme ich auf 2, wenn es super läuft 3 Stunden, Schlaf am Stück. Sie ist also ganz die große Schwester. Der einzige Unterschied zu damals bin ich. Ich weiß mittlerweile, wie schnell die Zeit vergeht, dass man sehr lange ein Kind im Bett haben wird, der grausame Schlafmangel in aller Regel aber vorübergehend ist. Und wenn es mich trotzdem ankotzt -und das ja völlig zu Recht- dann hilft mir die Vorstellung von mir, in einer Zukunft, allein in einem Pflegeheim. Dann werde ich mir diese Zeit zurück wünschen. Und wenn nicht, ist es auch okay. Denn dann werde ich wenigstens meine Einsamkeit genießen können.

Ich bin also sehr sehr müde und sicher könnte es helfen, nachmittags eine halbe Stunde zu schlafen. Wegen der geschlossenen Kita ist das momentan jedoch nicht drin. Missjö versuchen wir derzeit nur vormittags während der Gassirunde schlafen zu lassen, damit ich ihn abends ins Bett bekomme. Schläft er zu lange, kollidiert seine Bettgehzeit mit Ottilies Schreiphase. Insgesamt läuft es von 19 bis 8 Uhr bei uns eher schlecht und wir haben noch keinen zufriedenstellenden Plan zur Verbesserung der Situation erarbeitet. Ab März wird ohnehin alles wieder anders, da der Göttergatte dann wieder arbeiten wird…und vielleicht öffnen dann sogar die Grundschulen und Kitas wieder ….

Wie ich schon erwähnte, spuckt Ottilie sehr viel. Teilweise frische Milch, schwallartig direkt nach dem Trinken, dann wieder Quark mit Soße in kleinen Schlückchen. Als sie dann in anderthalb Wochen lediglich 100g zugenommen hatte, war ich tatsächlich beunruhigt. Ich habe sie dann abends fast kontinuierlich gestillt und nachts 2-3 mal hintereinander die selbe Brust angeboten, statt die Seiten zu wechseln. Das Mästen scheint funktioniert zu haben, denn beim letzten wiegen waren es 300g mehr innerhalb einer Woche.

…Jetzt fangen gerade alle drei Kinder an, am Zeiger zu drehen. Daher…bis demnächst

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