Mein Leben im Lockdown (light)

Nach einem Streit mit einer Kollegin über die Sinnhaftigkeit der Anti-Corona-Maßnahmen, habe ich versucht über meine Abneigung gegenüber des Lockdowns zu reflektieren. Hier in einer Kleinstadt im Osten der Republik befinden wir uns schon seit fast vierzig Jahren im Lockdown: Das Kino schloss noch vor meiner Geburt, nach der Wende starb der Einzelhandel innerhalb von 10 Jahren komplett ab und im Stadtkern ist weniger los als auf dem örtlichen Friedhof. Kunst und Kultur sucht man vergeblich und jeder, der versucht ein Restaurant zu eröffnen, wird eher früher als später in der Pleite landen. Dazu kommt der stark eingeschränkte öffentliche Nahverkehr, der es uns als Jugendliche unmöglich machte, am gesellschaftlichen Leben “da draußen” teilzunehmen.

Auf dem fruchtbaren Boden aus Resignation, Verbitterung und Perspektivlosigkeit wächst nicht viel. Doch was da wächst, versuchen sich immer und immer wieder rechtsextreme Rattenfänger zu Nutze zu machen.

Eine Horrorvorstellung, sollte es nun der gesamten Republik so ergehen. Wer wird in die Lücken stoßen, die der Lockdown hinterlassen wird? Und die wird es zweifelsohne geben.

Für mich ganz persönlich fallen nun die wenigen kleinen “Highlights” im Leben weg. Die vielen Umzüge und die Arbeit im Außendienst haben mich eh schon zum Eremiten verkommen lassen. Wie habe ich mich nach er Rückkehr in meine Heimat gefreut, mal wieder ins Lokal X zu gehen. Vielleicht nach 7 Jahren wieder ins Kino mit meinem Mann. Oder ins Bildermuseum nach Leipzig, wo ich noch nie gewesen bin. Ich habe mich auch gefreut, näher an Freunden in Hamburg, Berlin und der Familie meines Mannes zu wohnen. Für manche mag es wie ein Lottogewinn erscheinen, sich mit der Familie endlich zu Hause einigeln zu dürfen. Nicht mehr sozial aktiv sein zu müssen. Endlich die Schwiegereltern unter dem Vorwand der Nächstenliebe zum Kaffeetrinken ausladen zu dürfen. Für mich sind das weitere Monate in Isolation.

Psychisch sind dabei zwei Dinge wirklich belastend: 1. Ich habe nicht den Eindruck, die Maßnahmen tragen zur Verringerung der Infektionszahlen bei. 2. der zeitliche Rahmen, in dem sich das ganze bewegt, ist höchst ungewiss.

Ab morgen werden die Kinder in unseren hiesigen Einrichtungen nur noch im Notgruppenbetrieb betreut. In der Hinsicht haben wir Glück, beide zu Hause sein “zu dürfen” und gleichzeitig meine Eltern hier zu haben, die uns Unterstützen, wenn wir am Haus basteln oder zu Arztterminen müssen.

An dieser Stelle möchte ich noch mal deutlich machen, dass mir natürlich bewusst ist, es hier mit einem neuartigen Virus zu tun zu haben. Und selbstverständlich achte und respektiere ich die Ängste der anderen und trage vorschriftsmäßig Maske usw. Meine Ängste werden dadurch nicht geringer. Ich sehe, wie sich die Covid-Schlinge nun auch in unserer Region immer enger zieht und ich bin wenig optimistisch, um eine Infektion herum zu kommen.

In meinen Augen, scheinen die Einschränkungen nicht viel zu bringen. Und den vermeintlichen Erfolg der Maßnahmen im Frühjahr mit den jetzigen zu vergleichen, passt nicht. Ab April steht die Sonne naturgemäß in einem Winkel, der es Erkältungsviren erschwert unter UV-Beschuss zu existieren. Dazu kommen Wärme und Aktivitäten, die im Freien stattfinden. Ich bin überzeugt im April 2021 werden wir Erfolge sehen. Die Kelten haben auch ihre Steinsäulen um Weihnachten herum angebetet und sich gefreut, dass es funktioniert und die Tage wieder länger werden. Dazu finde ich das Verhalten der Politiker, nun von Solidarität und dem Schutz der “Alten und Kranken” zu sprechen für heuchlerisch; das Durchpeitschen und die vollständige Subvention des Impfstoffes mit allen Risiken und Nebenwirkungen -und dazu zählt auch Nichtwirksamkeit- für fahrlässig und unverschämt uns Steuerzahlern gegenüber, wenn man bedenkt, wie unendlich reich die Pharmaindustrie ist. Hauptsache, es merkt niemand wie Spitz auf Knopf unser Gesundheitssystem gestrickt ist. Zumindest bis zur Bundestagswahl…

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