Mama mit Kindweh

Heute habe ich das erste Mal einen ganzen Vormittag kindfrei. Morgens um acht ist der Göttergatte gen Freiburg mit dem kleinen Mann aufgebrochen. Zwischendurch rief er mich an, er hätte im Raum unter sich etwas rumpeln gehört – er arbeitet direkt über der Kita- und dann fing ein Kind mörderlich an zu weinen. Nun fragt er sich, ob es Missjö gewesen sein könnte. Der Mann weiß eindeutig, was man Frauen sagen muss, damit sie Herzklopfen bekommen….

Gegen 12 sollte er ihn abholen und nach Hause fahren. Da kam der nächste Anruf und er erzählte mir, der kleine Mann sei nun eingeschlafen. Statt ihn aufzuwecken, entschied er sich noch eine Weile länger „Homeoffice“ im Büro zu machen. Ich bin gespannt wie das Fazit des Tages aussehen wird.

Ich habe mich solange daheim den unangenehmen Dingen des Lebens gewidmet. Meiner Arbeit! Der Chef bat mich um Rückruf und -um es kurz und schmerzlos zu sagen- bietet mir die Firma zwei Optionen: Rückkehr in meinen 100% Job oder 80% bei 8% Lohnerhöhung. So richtig schlau bin ich nun allerdings nicht geworden, wieviel ich am Ende raus habe… trotz der tollen Brutto-Netto-Teilzeitrechner im Netz. Der Dienstwagen wird bei den Teilzeitrechnern nämlich komplett ignoriert. Die nächste Frage ist, ob ich dann nach einer gewissen Zeit wieder auf 100% zurückkehren kann, oder, ob ich dann auf den guten Willen meiner Firma angewiesen bin. Für den Fall, ich bliebe aus Ermangelung anderweitiger Perspektiven hier im Süden hängen, könnte ich auf 100% aufstocken und mir damit ja dann eine Lohnerhöhung von 8% verschaffen…

 

3 thoughts on “Mama mit Kindweh”

  1. Also ich bin ja nun – zum Glück- weit von der freien Marktwirtschaft entfernt. Aber Teilzeit plus 8% Gehaltserhöhung klingt für mich sehr familienfreundlich und fair? 🤔 oder ist das irgendwie ein Problem bei dir?

    1. Du hast recht, dass sich das erst mal gut anhört. Betrachtet man aber die ganze Geschichte, sind 8% nur eine lächerliche Entschädigung. Ich habe ein Gebiet bekommen, was geografisch deutlich größer ist. Das soll ich dann an vier Tagen in der Woche beackern, an denen ich genauso viele Ärzte besuchen muss, wie vorher. Ich muss dann an etlichen Tagen im Monat morgens um sechs losfahren und bin dann 12 Stunden später wieder zu Hause, wenn ich meinen Besuchsschnitt schaffen will. Am Ende des Monats habe ich aber trotz Lohnerhöhung mehr als 200€ weniger. Noch dazu bleibt die administrative Arbeit bei 100%.
      Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen verständlich erklären 😅

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