Wann ist die Frau ein Mann. Ist ein Mann. Ist ein Mann.

Mein Mann macht gerne Sport. Nein, halt. Er lässt gerne Sport machen und schaut dabei zu. So komme ich nicht umhin, mir die Leichtathletik-WM in Katar reinzuziehen. Neben gähnend leeren Stadien und “unvorteilhaft” angebrachten Kameras, wurde in diesem Zusammenhang auch die Kontroverse um Caster Semenya erneut aufgewärmt.

Schon zu Beginn des Jahres hatte ich mitbekommen, dass es da offensichtlich eine Läuferin gibt, die aufgrund ihrer Hormonwerte nicht bei den Frauen starten durfte. Das fand ich anfangs ungerecht. Denn schließlich habe ich als PCO-Frau auch keine perfekten Östrogen- und Andosteronspiegel. Tatsächlich baue ich auch rasch Muskeln auf und war trotz meines geringen Ehrgeizes und noch weniger Ambitionen immer ausgesprochen gut im Sportunterricht. Vorallem im Laufen. Dann habe ich mir allerdings ein paar Kommentare unter einem Zeit-Artikel durchgelesen und habe meine Meinung geändert. Ein User machte darauf aufmerksam, dass Caster eigentlich keine biologische Frau ist, sondern mit dem XY-Chromosom ausgestattet ist. Ok…das habe ich dann weiter recherchiert und der Kommentator schien Recht zu haben. Die landläufigen Medien verschweigen diese Tatsache jedoch weitgehend. Es handelt sich bei dem Läufer also um einen XY-Menschen mit den Hormonwerten eines Mann, der jedoch behauptet, sich als Frau zu fühlen. Seine Liebe zur weiblichen Identität geht allerdings nicht soweit, sich hormonell anzugleichen. Gleichzeitig ist er nicht bereit aufgrund seiner biologischen Eigenschaften gegen die Männer anzutreten. Hört sich für mich nach Rosinenpickerei an. Möchte sich da jemand vielleicht einfach nur einen Vorteil verschaffen?

Wenn man sich die Sportler so anschaut, ist es ja keine Seltenheit, dass man viele Frauen optisch eher dem anderen Geschlecht zuordnen würde. Im Bodybuilding wird von außen illegalerweise auch viel mit entsprechenden Hormonen nachgeholfen. Solange im Sport jedoch die Einteilung in Männer und Frauen vorgenommen wird, muss irgendwo eine Grenze gezogen werden. In meinen Augen gibt die Genetik eine eindeutige Richtung vor. Wenn jemand entgegen seines genetischen Geschlechts fühlen sollte, kann der Hormonstatus als weiteres Kriterium hinzugezogen werden. Und wenn jemand – wie Semenya- nichts an seinen Hormonen ändern möchte – was definitiv sein gutes Recht ist- dann ist er einfach nicht geeignet für diese Laufbahn. Würde man hingegen die Kategorie Mann/Frau abschaffen und alle gegeneinander antreten lassen, dann hätten alle biologischen Frauen das Nachsehen und würden keine Medaillen mehr holen. Denn es gibt nun mal Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der körperlichen Leistungsfähigkeit -auch wenn das heute nicht besonders chick ist- zuzugeben.

Mit sechszehn habe ich auch mal eine Medaille im Laufen geholt. Ich war nämlich das einzige Mädchen in meiner Alterklasse. Vielleicht wäre das eine Lösung für alle, die sich für so besonders halten. Eine eigene Kategorie für jede Form und jedes Gefühl der Geschlechter. Dann kriegt man das Stadion auf jeden Fall voll. Und dank der Von-Unten-Kameras können die Scheichs und Zuschauer gleich gucken, ob das, was zwischen den Beinen los ist auch zum Gefühl passt.

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