Panikherz (TF+8)

Yeah Urlaub! …Könnte man meinen, wenn da nicht der Kinderwunschwahnsinn wäre. Am Samstagabend sind wir nach Sardinien aufgebrochen. Vorher habe ich brav meine Testreihe fortgeführt und siehe da: stärker. Dazu ein Ziehen hier, ein Drücken da. Läuft bei mir. Vorallem meine Nase betreffend. Meine Halsschmerzen hatten sich derweil zu nem ordentlichen Infekt ausgewachsen.  Am Sonntag -nach fast 20-stündiger Anreise- sind wir dann angekommen. Abends wieder gestestet und diesmal richtig ordentlich positiv. Ruhigen Gewissens konnte ich mich schlafen legen. Und geschlafen habe ich dann auch wie ein Murmeltier. Gestern war ich auch noch voll im Schwangeren-Modus. Ein bisschen launisch-zickig, Ziehen im Unterleib, bleierne Müdigkeit, mein Gefühl gut, die Erkältung deutlich besser. Der Abend nahte und es graute mir schon vorm nächsten Test. Denn das, was ich hier so locker-flockig runter schreibe, kostet mich bestimmt jedesmal 10.000 Nerven und 5 Jahre Lebenserwartung. Dennoch muss ich das ja tun…Oder? Muss ich? Warum teste ich eigentich die ganze Zeit? Wegen der Kontrolle? Und dann erlebe ich den absoluten Kontrollverlust: Der Streifen wurde gar nicht so schön stärker, wie der vom Sonntag. Die Linie zeigte sich rasch, noch während das Testfeld dunkelrosa verfärbt war (Dunkelrosa…diese Farbe gibt es wahrscheinlich nur auf SST und im Einhornland). Die Intensität zum Vergleichen lässt sich ohnehin erst nach dem Durchtrocknen beurteilen. Und da habe ich den Eindruck, dass der Test von gestern auf keinen Fall stärker geworden ist. Seitdem ist meine Stimmung im Eimer. Nachts um zwei bin ich dann mit extremen Herzklopfen und beinahe schon panikartigen Angstzuständen aufgewacht. Mein Mann musste dann mit mir die halbe Nacht Durch-Netflixen. Geholfen hat es trotzdem nichts. Ich war die ganze Zeit wach und nicht in der Lage mich selbst zu beruhigen. Ununterbrochen habe ich mir mein Think-positive-Mantra aufgesagt und versucht einfach von diesem “Kontrollzwang” loszulassen. In meinen alten Blogeinträgen haben wir gewühlt und die SST vom kleenen Froillein ausgewertet. Auch die “Symptom-Liste” haben wir durchforstet und tatsächlich hatte ich damals auch schon dieses nächtliche Herzrasen mit Unruhe. Trotz des Faktenchecks bin ich ein nervliches Wrack. Es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als heute Abend wieder zu testen. Oder ich lasse es einfach. Den Beweis, dass es zumindest einen Einnistungsversuch gegeben hat, habe ich ja nun. Sollte es nicht geklappt haben, merke ich es auch ohne Testerei.

Bild folgt in Kürze. Ich möchte gerade nicht hinsehen….

4 thoughts on “Panikherz (TF+8)”

  1. Aaaaah!! Puuuuuh!! Du Verrückte, was machst du da? 😀 Das Talent, sich selbständig in den emotionalen und psychischen Ruin zu treiben, bekommen viele Frauen (zumindest du und ich und ca. 99% der Kinderwünschlerinnen) offensichtlich in die Wiege gelegt. Ich bange einfach nur mit und drücke dir die Daumen, auf „Nein!Teste nicht!!“ hab ich auch nie reagiert, also spar ich mir das. Ich hoffe natürlich trotz allem, dass ihr irgendwie ne gute Zeit auf Sardinien habt 🍀🌺

    1. Ich weiß, ich weiß…total irre. Ich schätze mal, alle Natürlich-Empfangenden können dem Nicht-Mens-Tag mit einer gewissen Leck-Mich-am-Arsch-Einstellung gegenübertreten. Klappts heut nicht, klappts halt morgen. Wir hingegen….da hängt bei manchen emotional und finanziell die Existenz dran.
      Vielen Dank jedenfalls für’s solidarische Mithibbeln 🙂

  2. oh das sind die härtesten Tage, man hört in sich rein und raus und oft pfeift da ja auch was. Irgendwas stimmt vom Gefühl her, irgendwas funkelt auf dem Test und dann….muss man ja eh Weiterwarten. Also ich kenn es zu genüge und habe kein Rezept dagegen. Auch kein positives Mantra, außer: es ist was es ist….ich drücke die Daumen!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.