Besondere Umstände erfordern besondere…

Maßnahmen!

Ich weiß nicht, ob wir Schwangeren dieses Jahrtausends besonders weinerlich und schwach angerührt sind oder, ob wir einfach zu viel geben wollen und dann enttäuscht sind, wenn wir bereits im 5. Monat nicht mehr an die Fußspitzen ran kommen. Fakt ist jedenfalls, dass mir meine Körper jegliche Form körperlicher oder emotionaler Anstrengung im Handumdrehen heim zahlt. Zwei Arzttermine am selben Tag mit einer Fahrradstrecke zur S-Bahn reichen bereits aus, um mir am Abend und in der Nacht fiese Kontraktionen zu bescheren. Eine Fahrt zum Supermarkt mit meinem über andere Verkehrsteilnehmer geifernden Mann genügen, damit ich bereits am Tiefkühlregal einen harten Bauch nach dem anderen bekomme. Wie soll das bloß in ein paar Wochen werden, wenn der große Umzug aus dem hässlichen Hamburg ins schöne Leipzig ansteht?

Am Mittwoch muss ich wieder zum Kontrolltermin, da wird sich zeigen, ob diese harten Bäuche Veränderungen am Muttermund herbei geführt haben. Bisher habe ich tagsüber weitestgehend Ruhe. Und wenn ich wirklich auf mich Acht gebe und es schaffe meinen Ärger zu veratmen, dann werde ich sogar von den Abendbrotkontraktionen verschont. Nur Nachts oder zum frühen Morgen hin, treten sie fast immer auf. Eine gewisse Anzahl dieser „Übungswehen“ sollen ja durchaus im Rahmen liegen, ja sogar für eine gute plazentare Durchblutung sorgen und dem Uterus beim Wachsen helfen. 10 Stück pro Tag seien völlig normal. Ich frage mich nur, ob ich denn jede Einzelne mitbekomme.

Meine Schwägerin, die immerhin schon drei Kinder ausgetragen hat, kannte dieses Problem der frühen Kontraktionen aus ihrer ersten Schwangerschaft nur zu gut. Wenn man in den Foren liest, dann fällt außerdem auf, dass es bei Erstgebärenden und sehr schlanken Frauen eher zu solchen harten Bäuchen zu kommen scheint. Liegt wohl daran, dass der Uterus in der ersten Schwangerschaft einfach noch ungeübt -und -gedehnt ist. Dazu merkt natürlich eine Frau mit geringerer Isolationsschicht jede einzelne Veränderung am Bauch. Wenn ich den harten Bauch nicht von außen spüren würde, käme ich womöglich auf die Idee, dieser leichte Druck und das sanfte Ziehen käme von einem verirrten Pups.

Beim letzten Gyn-Besuch hat mir die Ärztin zu Magnesium geraten. Also nehme ich derzeit 800 mg Magnesium aus der Drogerie. Das ist schon eine ziemlich hohe Dosis, aber mich hat über die Feiertage ein wenig die Panik gepackt und mein Verdauungsapparat hat sich bisher auch nicht beschwert. Eine Überdosis Magnesium kann nämlich auch zu Durchfall führen, was wiederum wehenfördernd wirkt. Daneben folge ich dem Rat der guten Frau Stadelmann und nehme 3x täglich 5 Globuli Bryophyllum. Das hat mir bisher -mit Verzicht auf alle möglichen Weihnachtsgewürze, am meisten Linderung verschafft. Nicht desto trotz nützen all die gut gemeinten Ratschläge nichts, wenn frau sich jeden Tag zu viel fordert. Das ist jetzt einfach nicht der richtige Zeitpunkt, um Heldin zu spielen. Vielmehr ist es DIE Chance für unsere Göttergatten ihren Heldenstatus zurück zu erlangen!

3 thoughts on “Besondere Umstände erfordern besondere…”

  1. Ich verstehe dich zu gut. Meine Schwangerschaft war auch geprägt von frühzeitigen Wehen. Nach dem Urlaub im 7. Monat, eine innere Öffnung des gebärmutterhalses, obwohl es mir super ging! Die kleine kommt sicher zu früh, haben sie gesagt. Und dann kam sie drei Tage zu spät 😉 ich möchte dir Mut machen. Hör auf deinen Körper, aber verfalle nicht in Schockstarre. Ich habe trotzdem meine Spaziergänge mit dem Hund gemacht. Aber in meinem Tempo und mit vielen kleinen Pausen. Aber von meinem Göttergatten habe ich natürlich auch die ein oder andre Streicheleinheit und viel Unterstützung bekommen. z.B. Jeden Abend einen Pudding 🙂 ich drücke dir fest die Daumen und wünsche dir eine schöne Schwangerschaft. Ich denke so gerne daran zurück, es ist so eine besondere und innige Zeit… Ich lese weiter mit! LG

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