DIY: Wie drehe ich einen Sterngucker

Nun hat es sich der kleene Schlawiner vermutlich schon anderthalb Wochen in Sterngucker-Position bequem gemacht. Der Rücken weist also nach hinten und der Kopf befindet sich im Beckeneingang. Sollte er unter der Geburt so liegen bleiben und seinen Weg durch den Geburtskanal unter diesen Startbedingungen fortsetzen, dann wird das sicher keine leichte Aufgabe für mich. Da der Kopf dann mit dem größten Durchmesser durchs Becken muss, dauern diese Geburten meist länger, gehen oft mit einer Wehenschwäche und Geburtsverletzungen einher, wenn nicht sogar ein Kaiserschnitt gemacht werden muss.

Selbst kann ich nur schwer überprüfen, wie er genau liegt. Wenn ich den Bauch abtaste, dann spüre ich weder links, noch rechts, noch vorne eine lange feste Struktur. Vielmehr ist der Bereich ober- und unterhalb des Nabels weich und hohl. Dreht der Kleene richtig auf, sieht und spürt man in diesem Bereich die kleinen Teile -sprich Beine und Arme- über die innere Bauchdecke streifen. Oft geht diese Lage auch mit Kreuzbeinschmerzen einher, da das Hinterhaupt auf den Rücken von Mami drückt. Eine erfahrene Hebamme erkennt zusätzlich unter Verwendung des dritten Leopold-Handgriffes, wie der vorangehende Teil zum Beckeneingang steht. Vorausgesetzt, der Kopf ist tatsächlich unten, fühlt sich ein Sterngucker-Kopf schmaler an. Denn dann tastet die Hebamme die Stirn. Wäre der Rücken an einer der Seiten und der Kopf quer zum Beckeneingang stehen. würde die Hebamme ihre Finger um Stirn- und Hinterhaupt legen können und dieser Abstand ist größer.

Um das Baby zum routieren zu bewegen bzw. so eine Lageanomalie zu vermeiden, sollten schwangere Frauen prinzipiell viel in Bewegung und aufrecht bleiben. Rumlümmeln in den Sofakissen und eine eingesunkene Haltung sind angeblich Ursachen für ein rumlümmelndes Baby im Bauch. Ich versuche jetzt statt auf einem Stuhl, lieber auf dem Petzi-Ball oder Kniestuhl zu sitzen. Natürlich habe ich keine Lust, meine Fernsehabende in dieser unbequemen Haltung zu verbringen. Also wenn schon Couch, dann besser auf der Seite leicht nach vorne gelehnt liegend. So versuche ich auch zu schlafen.

Unter der Geburt würde eine Hebamme euch zusätzlich in den Vierfüßlerstand schicken. Diese Position eignet sich für den außergeburtlichen Alltag denkbar schlecht. Stattdessen besinne ich mich eines meiner Hobbys und versuche zwischendurch ein paar Hula-Hoop-Momente in mein Sportprogramm zu integrieren. Schad´ ja zumindest nüscht….

 

 

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