„Willkommen zurück in Deutschland“

Manchmal glaube ich, ich bin im falschen Film. Ist irgendwie nicht mein Leben, grad. Heute morgen ruft mich die Kita an, um nachzufragen, wo denn der Kuchen für Froilleins Kita-Geburtstagsparty bleibt. Als wir das Thema geklärt haben, fragt die Erzieherin nach, wie denn meine Job-Bemühungen so laufen. Ich sage ihr, es hagelt Absagen. Daraufhin meint sie, das täte ihr leid, aber so langsam sollte ich was finden, denn sonst würde es mit dem Kita-Platz schwierig werden. Eigentlich gäbe es die Regelung, dass beide Eltern innerhalb von drei Monaten in Lohn und Brot sein müssten. Bisher hätte die von „oben“ noch nichts verlauten lassen…aber…naja….Dann ein paar aufbauende Worte. „Das wird schon.“ Bla Bla. Wie oft ich diese Killer-Phrase schon in meinem Leben gehört habe . Irgendwann lass ich sie mir in Eisen gießen und hau damit jedem eine drüber, der mir so kommt.

Wenn wir tatsächlich diesen Kita-Platz verlieren, dann wars das mit meiner beruflichen Perspektive. Da kommt nämlich die schwarze Katze aus dem Sack, dreht sich im Kreis und beißt sich in den Schwanz. Ohne Betreuungsplatz keine Arbeit.

Ich weiß ja nicht, was die Kita-Ober-Leitung alles als Job durchgehen lässt. Ehrenamt? Freiberufliche Tagträumerin? Bloggerin? Selbstständige Versagerin? 450-€-Arbeitssklave?

Ich hab jedenfalls echt keinen Bock mehr auf die ganze Chose. Hocke hier in der baden-württembergischen Provinz, wo die Geschäfte von zwölf bis drei Mittagspause machen, die Menschen kein S sprechen können, schreibe drei Bewerbungen die Woche und es passiert NICHTS! Alles, was schön ist, liegt 8 Stunden Fahrt entfernt…Freunde, Familie, Leipzig…

2 thoughts on “„Willkommen zurück in Deutschland“”

  1. 🙁 Oh man, das Leben ist manchmal echt ein Arsch. Ich drücke Dir die Daumen, dass es bald wieder aufwärts geht. Darf ich fragen, für welchen Berufszweig Du Dich bewirbst?

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