Wirklich unheimlich schwer, gutes Personal zu finden

Über den Familienservice der Uni Freiburg habe ich versucht eine Babysitterin zu rekrutieren. Dort gibt es nämlich, eigens für diesen Zweck eingerichtet, eine Datenbank aus der man sich eine passende Anwärterin aussuchen kann. Also habe ich erst mal drei Damen angeschrieben, von denen sich prompt keine meldete. Nach ein  paar Tagen antwortete mir die „Katharina“ und wir vereinbarten einen Kennenlerntermin für Freitag, an dem sie dann auch absolut zuverlässig nicht erschien. Von „Katharina“ ward seither nichts mehr gehört. Und ich habe meinen ganzen Tag danach geplant. Danke „Katharina“! Hiermit verfluche ich dich, auf dass du Zwillinge bekommen wirst, die sich bis zu ihrem vollendeten ersten Lebensjahr in ihren Wachphasen beim Schreien abwechseln, sich fünf mal täglich in die Hose kacken und dich Nachts nie länger als zwei Stunden am Stück schlafen lassen. Have fun!

So, also Plan B ausgepackt und bei verschiedenen Kindertageseinrichtungen angerufen. Auf die Idee bin ich gekommen, als ich Madame Google nach „Krabbelgruppen Freiburg“ befragte, auf der Suche nach einer Möglichkeit die Kleine mit anderen Kindern zusammen zu bringen und nebenbei Mütter aus der Gegend kennen zu lernen. Hier heißt sowas jedoch Babytreff, Elterntreff oder Babycafé bzw. Elterncafé. Eine Krabbelgruppe in Südwestdeutschland ist hingegen eine Option sein Kleinkind oder Baby für einige Stunden am Tag, an einigen Tagen in der Woche in einer Einrichtung abzugeben, damit sich Mami mal in Ruhe die Nägel maniküren lassen kann…oder halt schlafen. Im wilden Osten bezeichnen wir das als Kindertagespflege. Das ist halt so wie mit den Schrippen, Brötchen, Semmeln, Wecken. Wenn ich Glück habe, kann uns eine Kita hier in der Nähe sogar für drei Nachmittage in der Woche einen Platz anbieten. Und wenn ich den Herrn am Telefon richtig verstanden habe, sollte das wohl knapp über 200€ im Monat kosten. Das wäre dann deutlich günstiger als eine Babysitterin einzustellen. Da das alles jedoch noch ungewiss ist und ich am liebsten für jetzt sofort jemanden hätte, damit ich die Familie zu Weihnachten mit selbsgebastelten Geschenken beglücken kann, habe ich noch eine Online-Anzeige geschaltet auf die sich noch mal sechs Frauen gemeldet haben. Ich habe jeder davon einen Kennenlerntermin angeboten und gerade mal zwei haben sich wieder gemeldet. Eine davon ist vom Fach und hat entsprechend hohe Gehaltsvorstellungen mit 10 bis 15 € die Stunde.

Ich finde es übrigens total schwierig herauszufinden, welche Vergütung angemessen ist. In den Foren finden sich ja die verschiedensten Summen. Manche zahlen einer Schülerin für die Nachtwache am Kinderbett vier Euro die Stunde, andere packen einen Zehner drauf. Auf dieser Karte werden die regionalen Unterschiede deutlich. Diese Seite berechnet die Vergütung anhand verschiedener Kriterien, weicht aber ganz ordentlich von der oben erwähnten Karte ab. Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass in Leipzig nur 50 Cent weniger als in Freiburg gezahlt werden.

Das Baby ist wach. Adios

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